| Der Faschismus hat der Menschheit nur Leid und blutigen Terror
zugefügt. Das 20. Jahrhundert ist der Beweis dafür. Es gibt immer
noch viele Menschen auf der Welt, die mit Faschismus und Rassismus
sympathisieren. Derzeit steigt die Zahl neofaschistischer Organisationen
an. Sie organisieren sich gegen Juden, Muslime und andere Minderheiten,
sie provozieren Schlägereien, sie begehen Brandstiftung und Mord.
Die juristischen Maßnahmen gegen diese faschistischen Gruppen
haben keine Wirkung gezeigt, sogar starke Demokratien wie Deutschland
und England konnten dieser Gruppierungen nicht Herr werden, denn
die Maßnahmen, die sie anwenden, greifen nicht. Man braucht sich
nicht zu wundern, dass Menschen, die ohne jeden Glauben erzogen
worden sind, unverantwortlich handeln, verwahrlosen und aggressiv
sind. Der einzige Weg, dies zu beenden ist folgender: Man darf den
Menschen nicht auf atheistische Ideologien einschwören (der Faschismus
ist der Nährboden solcher Irrtümer), sondern muss ihn die guten
Sitten der Religion lehren.
Der Faschismus ist gegen Frieden, gegen Brüderlichkeit, gegen
Toleranz und Einigkeit. Den Grundstein der Religion aber bilden
eben diese Werte. Demnach sind Faschismus und Religion vollkommen
gegensätzlich.
In Islam ist kein Platz für Rassismus
- Der Faschismus bedient sich des Rassismus. Faschisten haben
immer den Anspruch erhoben, dass das eigene Volk das Bessere,
das Überlegene, das Wertvollere ist. Mit dieser Einstellung haben
sie die Rechte anderer Völker ignoriert und übergangen. Diese
rassistische Behauptung war immer der Ausgangspunkt für all die
Kriege, Massaker, Terrorakte und "ethnische Säuberungen".
Aber wie bereits erwähnt, der Wert eines Menschen hat nichts mit
Rasse oder Hautfarbe zu tun. Wertvoll macht den Menschen lediglich
seine Nähe zu Gott, die Stärke seines Glaubens und seine gute
Moral. Diese Wahrheit wird im Quran wie folgt geschildert:
O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann
und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr
einander kennen lernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte von
euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend,
kundig. (Quran, 49:13)
Gott beschreibt in einer anderen Sure den Rassismus als fanatische
Wut in Zeiten der Ignoranz und verkündet, dass Er die Gläubigen
davor schützt:
Als die Ungläubigen in ihren Herzen blinden Eifer
trugen, den blinden Eifer der Unwissenheit, da senkte Allah Seine
Ruhe auf Seinen Gesandten und die Gläubigen und machte ihnen ständiges
Gottesbewusstsein zur Pflicht; denn sie waren dessen am würdigsten
und verdienten es am meisten. Und Allah kennt alle Dinge. (Quran,
48:26)
Wie in dieser Quran-Verse erklärt, hat Gott die Menschen in unterschiedliche
Völker und ethnische Wurzeln getrennt, damit sie sich kennen lernen
und in Frieden, Brüderlichkeit und Behaglichkeit miteinander leben,
und keineswegs wie die Faschisten glauben, zu leben für den Krieg
und einen „Überlebenskampf". Eine biologische Überlegenheit einer
Rasse oder Volksgruppe gibt es nicht. Gott hat die Unterschiede
zwischen den Menschen nur mit ihrer „Gottesfurcht", d.h. mit ihrer
Nähe zur Gott, mit ihrem Glauben und ihren guten Charaktereigenschaften
verbunden. Demnach ist es offensichtlich, dass Menschen, die nach
dem Quran leben, keine Kriege wegen unterschiedlicher Hautfarbe,
unterschiedlicher Rasse oder unterschiedlicher
Volkszugehörigkeit mehr erdulden müssen. Menschen, die den Quran
als letzte ethische Instanz anerkennen, werden die unsinnige Behauptung
der Überlegenheit einer bestimmten Rasse nicht aufstellen.
Rassistischer Fanatismus ist eine Eigenschaft
des Polytheismus
- Schließlich zeigt uns die Geschichte, dass
rassistischer Fanatismus eine Krankheit der polytheistischen und
atheistischen Gesellschaften ist. In solchen Gesellschaften herrschten
schon immer Kämpfe, die auf der Behauptung der Überlegenheit einer
Rasse, eines Volkes oder eines Stammes beruhten.
Wie aber in der Aussage des Qurans erklärt wird,
"... Siehe, alle Macht und Ehre ist bei Allah", (Sure 10:65 -
Yunus) sind alle Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe
oder Rasse von Gott erschaffen worden, und sie sind vollständig
von Gott abhängige und unfähige Menschen. Alle sind bestimmt,
zu sterben. Demzufolge hat niemand das Recht gegen einen anderen
Menschen oder ein anderes Volk die Behauptung der Überlegenheit
aufzustellen. Schließlich werden all diese unsinnigen Behauptungen
mit dem Tod obsolet. In einer Sure über den "Tag der Auferstehung"
wird folgendes berichtet:
Und wenn in die Posaune gestoßen wird, dann wird
an diesem Tage unter ihnen keine Verwandtschaft mehr gelten, und
sie werden nicht mehr nach einander fragen. (Quran, 23:101)
Wie in der Sure angekündigt, werden Rasse, Hautfarbe und ethnische
Herkunft im Angesicht des Todes am Tag der Auferstehung und im Jenseits
keine Bedeutung mehr haben.
Dort zählt nur, wie nahe wir zu Gott stehen und ob wir den Segen
Gottes verdient oder nicht verdient haben. An diesem Tag wird niemand
mehr nach der Herkunft oder Rasse des Anderen fragen. Der Mensch,
der sich heute wegen seiner Rasse überlegen fühlt, wird an jenem
Tag begreifen, wie hilflos und bedürftig er ist, ungeachtet seiner
Herkunft.
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DIE FASCHISTEN VON HEUTE: NEONAZIS NeoNazis die ab 1990 organisierte,
rassistisch-faschistisch motivierte Verbrechen begingen. Die
Jugendlichen dieser Organisationen, die überwiegend in problematischen
Familien und Umgebungen aufgewachsen sind, keine gute Erziehung
hatten, verwahrlost sind und kein Selbstvertrauen besitzen,
sind zu Verbrechen und Grausamkeit fähig. |
Gewalt ist gegen die Islamische Moral
Eine andere deutliche Eigenschaft der Faschisten ist ihre Neigung
zu Gewalttaten. Für jemanden, der nach dem Quran lebt, ist dies
unmöglich. Gott verlangt von den Menschen eine gute Moral. Im Quran
wird auch diese Verhaltensweise beschrieben. Wenn einem Muslim etwas
Schlechtes zugefügt wurde, ist er verpflichtet, mit etwas Gutem
zu erwidern. Eine Verse zu diesem Thema ist die folgende:
Das Gute und das Böse sind fürwahr nicht gleich.
Wehre (das Böse) mit Besserem ab, und schon wird der, zwischen dem
und dir Feindschaft war, dir wie ein echter Freund werden. (Quran,
41:34)
Jemand, der wie in dieser Quran-Verse beschrieben handelt, kann
keine Sympathie zu faschistischen Gedanken und Methoden empfinden
oder eine Neigung zum Faschismus zeigen.
Der Islam hat die Tötung Unschuldiger Menschen
verboten
- Eine andere Eigenschaft der Faschisten ist, tausende unschuldiger
Menschen für ihre Ziele ohne zu zögern zu opfern und dies als
eine Tugend anzusehen. Sie halten sich an ihr Prinzip "Der Zweck
heiligt die Mittel", und rechtfertigen damit jede Grausamkeit.
Der Quran erklärt jedoch, dass ein unrechtmäßiger Angriff und
die Tötung unschuldiger Menschen schwere Sünden sind. Gott verkündet
folgendes:
... wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen
Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein
soll, der die ganze Menschheit ermordet hat... (Quran, 5:32)
Wenn schon die unrechte Tötung eines einzigen Menschen soviel
bedeutet, dann ist auch klar, was für ein großes Verbrechen die
vielen Morde und Massaker sind, die die Faschisten begangen haben.
Vorwurf trifft nur die, welche die Menschen unterdrücken
und auf Erden ohne jede Rechtfertigung Gewalttaten verüben. Ihnen
steht schmerzliche Strafe bevor. (Quran, 42:42)
Die Moral des Islam kennt keine Wut
- Faschisten haben ein überaus empfindliches Nervenkostüm, deswegen
können sie leicht aufgehetzt werden, sehr leicht in Zorn geraten
und sich zur Gewalt wenden. Faschistische Gruppen benehmen sich
im allgemeinen wie „Streetgangs". Sie geraten aus geringstem Anlass
in Wut und provozieren Schlägereien. Ein solches Verhalten widerspricht
dem Quran vollständig. Im Quran werden Muslime als vernünftige,
gemäßigte und ruhige Menschen beschrieben, die sich beherrschen,
wenn sie in Zorn geraten.
Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken
und den Menschen vergeben - und Allah liebt die Gutes Tuenden. (Quran,
3:134)
Der Islam bringt Vernunft und Gelassenheit
- Eine andere Tendenz faschistischer Gruppierungen ist ihre Anfälligkeit
für kollektive Hysterie. Die unintelligenten und ignoranten Gruppenmitglieder
unterliegen einem gruppendynamischen Effekt, erzeugt durch die
Menschenmenge, die gebrüllten Slogans und martialische Lieder.
Fortgetragen von dieser Massenhysterie verwickeln sie sich in
Verbrechen, die keines der Gruppenmitglieder außerhalb der Gruppe
begehen würde. Sie greifen Ausländer grundlos an, oder plündern
Geschäfte. Die meisten Mitglieder eines solchen Mobs verhalten
sich so, weil ihr Selbstbewusstsein nur schwach ausgeprägt ist
und weil sie dem Herdentrieb unterliegen. Allah aber warnt die
Menschen vor diesem Einfluss durch die Masse:
Wenn du der Mehrzahl derer auf Erden folgen würdest,
würden sie dich von Allahs Weg abirren lassen. Doch sie folgen nur
einem Wahn und, siehe, sie lügen. (Quran, 6:116)
Und befasse dich mit nichts, wovon
du kein Wissen hast. Seht, Gehör, Gesicht und Herz, alles wird dafür
zur Rechenschaft gezogen. (Quran, 17:36)
Der Quran will Frieden und Versöhnung
- Ein anderer Punkt, an dem die Religion mit der faschistischen
Ideologie unvereinbar ist, ist, dass der Quran Frieden und Versöhnung
empfiehlt. Diese Empfehlung ist dem Faschismus vollkommen entgegengesetzt.
Der Faschismus nimmt Grausamkeiten, Eroberungen, Aggressionen
und Kriege als legitimen Weg zur Durchsetzung seiner Ziele an.
Dies ist nicht gottgefällig. Im Gegenteil, Allah befiehlt den
Menschen, ihren Zorn zu beherrschen und den Menschen zu vergeben.
Nichts Gutes findet sich in den meisten ihrer geheimen
Besprechungen, ausser wenn jemand zu Almosen oder einer guten Tat
oder Frieden zwischen den Menschen aufruft. Und wer dies im Trachten
nach Allahs Huld tut, wahrlich, dem werden Wir gewaltigen Lohn geben.
(Quran, 4:114)
Schlussfolgerung
Wenn wir die faschistischen und rassistischen Ideologien untersuchen,
taucht eine Moral auf, die den sittlichen Tugenden wie Liebe, Mitleid,
Bescheidenheit, Zusammenarbeit und Genügsamkeit genau entgegengesetzt
ist. Zweifellos ist diese Moral in jeder Epoche der Geschichte vorhanden.
Aber der Faschismus ist eine Ideologie, die diese "Ethik" systematisch
verteidigt und mit der Propagierung des Sozialdarwinismus als eine
wissenschaftliche und vernünftige These darstellt. Der Begriff der
Grausamkeit, der von den heiligen Religionen verurteilt wird, wird
vom Faschismus systematisch gelobt und legalisiert.
Die Judenvernichtung durch Hitler, die mitleidlose Besetzung Athiopiens
durch Mussolini, der von Franco geführte blutige Bürgerkrieg, die
Folterungen von Pinochet, die Tötung von 5000 Zivilisten mit Nervengas
durch Saddam Hüssein, die unmenschlichen Grausamkeiten, die von
Milosevic den Bosniaken und Kosovo-Albanern zugefügt wurden, und
die vielen anderen faschistisch-rassistischen Morde beruhen immer
auf dieser grausamen und mitleidlosen Ideologie.
Nicht nur in solchen politischen Ruchlosigkeiten, sondern auch
in unterschiedlichen Beispielen von Gewalt, die wir im alltäglichen
Leben oft antreffen, spielt die faschistische Ideologie eine Rolle.
Menschen, die als Folge einer Meinungsverschiedenheit einander erschlagen,
erstechen oder erschießen, sind Produkte einer Kultur, die Gewalttaten
als Heldentaten sieht. An der Wurzel dieser Kultur befindet sich
der ''Kampf ums Dasein'', Propaganda von Ideologen wie Darwin und
Nietzsche.
Die grundlegende Quelle dieser Krankheit ist jedoch, dass in die
Frage stehenden Menschen ungläubig sind. Vielleicht werden sie behaupten,
dass sie fromm sind, wenn sie gefragt werden. Aber sie sind ganz
ahnungslos von den geistigen Schönheiten und von edler Moral. Folglich
kann diese Krankheit dann geheilt werden, wenn die Menschen die
Quranische Moral im wahrsten Sinn lernen, begreifen und leben.
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