| Betrachtet man die Lebensbedingungen der Menschheit,
so wird die Notwendigkeit einer Allianz der Gläubigen deutlich.
Soziale Mißstände, Kriege, Armut, Hunger und moralische
Degeneration stellen eine ernsthafte Bedrohung für viele Länder
dar. Sehr viele Menschen leiden unter diesen Bedingungen und warten
verzweifelt auf eine helfende Hand, die sich ihnen entgegenstreckt. Überall
auf der Welt gibt es von ihrem Gewissen getriebene Menschen, die
ihnen helfen. Nahrungslieferungen werden in Hungergebiete geschickt,
Friedenstruppen versuchen, die Menschen in Kriegsgebieten zu schützen
und es werden Anstrengungen unternommen, Kriminalität und
Dekadenz einzudämmen. Doch diese Bemühungen finden regional
statt und beschränken sich auf Lösungen für die
allerdringendsten Probleme. Es ist jedoch möglich, tatsächlich
alle Arten von menschlichem Leid auszurotten und der Welt Glück,
Sicherheit und Wohlstand zu bringen.
Doch die Erreichung dieses Ziels erfordert die Identifizierung
der wahren Gründe dieser Mißstände - den Niedergang
der religiösen Moral - und die Ausrottung von deren ideologischer
Basis. Die Tatsache, dass das Recht des Stärkeren auf der
Welt vorherrscht, ist teilweise verantwortlich für diese Situation,
denn dies erzeugt ein soziales Modell, dass auf Eigennutz basiert.
Schlimmer noch, es hat Toleranz, Liebe, Sympathie, Mitgefühl
und Kooperation ersetzt durch Konflikt, Gier und Streit. Kurz,
es missachtet die Verpflichtung der Menschheit, Gott zu dienen,
dieses Leben als Zeitraum der Prüfung anzusehen, Gottes Wohlgefallen
zu erlangen und nach dem Jenseits zu streben.
Die ideologischen Veränderungen des neunzehnten Jahrhunderts
legten die Grundlage für den religiösen Zusammenbruch
des nächsten Jahrhunderts. Während die Mehrheit der Menschen
an Gott glaubte in jener Zeit, ebneten diese Veränderungen
dem Atheismus den Weg zu großem Einfluss. Im achtzehnten
Jahrhundert erklärten Materialisten wie Denis Diderot (+1784)
und Baron D'Holbach (+1789), das Universum habe schon immer existiert
und es sei ausschließlich Materie, was existiere. Diese Ansicht
erhielt in Europa immer mehr Zulauf. Der Atheismus verbreitete
sich weiter durch Denker wie Ludwig Feuerbach (+1872), Karl Marx
(+1883), Friedrich Engels (+1894), Friedrich Nietzsche (+1900),
Emile Durkheim (+1917) und Sigmund Freud (+1939).
Charles Darwin (+1882) erwies dem Atheismus den größten
Dienst, als er seine Evolutionstheorie ausarbeitete, die der Schöpfung
widersprechen sollte. Der Darwinismus lieferte eine angeblich wissenschaftliche
Antwort auf die Frage, wie die Menschheit und andere Formen des
Lebens entstanden sind - eine Frage, die die Atheisten bis dahin
nicht zu beantworten vermocht hatten. Darwin schlug vor, die Natur
habe einen Mechanismus, der tote Materie beleben und Millionen
Arten hervorbringen könne. Leider glaubten viele Menschen
an diese falsche Idee.
Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatten Atheisten eine Weltsicht
formuliert, die, wie sie behaupteten, alles erklärte. Sie
postulierten, das Universum sei nicht erschaffen worden, sondern
habe schon ewig existiert und habe daher keinen Anfang. Sie nahmen
an, seine klare Ordnung und sein Gleichgewicht beruhe auf Zufall
und diene keinem besonderen Zweck. Der Darwinismus behauptete,
er könne die Frage, wie die Menschheit und alles andere Leben
entstanden sei, beantworten. Marx und Durkheim lieferten atheistische
Antworten auf Fragen zur Geschichte und Soziologie, und Freud tat
dasselbe für die Psychologie. All diese Theorien erwiesen
sich jedoch im zwanzigsten Jahrhundert als substanzlos angesichts
der Entwicklungen in Wissenschaft und Politik. Entdeckungen der
Astronomie, Biologie, Psychologie und im Sozialverhalten entwerteten
die atheistischen Ansichten vollständig.
Doch während dieser Zeit zerstörten Bewegungen, die
auf dem Darwinismus und dem Materialismus basierten, die Humanität.
Ideologien wie der Kommunismus, Faschismus, Rassismus, Nihilismus
und Existenzialismus verursachten zahllose Kriege und Katastrophen
und brachten den Menschen enormes Leid. Die Folgen sind noch heute
zu spüren, wenn auch mit geringerem Einfluss, und gewisse
Kreise verteidigen den Darwinismus immer noch als wissenschaftliche
Tatsache.
Heute liegt die Last der Verantwortung, etwas gegen die Situation
der Welt zu unternehmen, die von den gegen die religiösen
moralischen Werte opponierenden Ideologien verursacht wurde, auf
den Schultern der gewissenhaften Gläubigen. Alle Christien,
Juden und Muslime sollten sich an dieser Anstrengung beteiligen,
denn sie sind die Hauptziele dieser atheistischen Ideologien. Deshalb
müssen die Aufrichtigen unter den Völkern der Schrift
und aufrichtige Muslime zusammenarbeiten, ihre Kräfte vereinigen
und die Menschheit aufklären über die falsche Weltsicht
des Darwinismus, der auf dem Materialismus basiert und nicht auf
Wissenschaft. Alle anderen antireligiösen Ideologien, wie
Kommunismus, Faschismus und Rassismus, müssen gemeinsam ideologisch
besiegt werden, so dass die Welt schon in naher Zukunft in den
Genuss von Frieden, Ruhe und Gerechtigkeit kommt. Wenn diese große
Aufgabe vollendet sein wird, werden Leid, Not, Mord, Katastrophen,
Ungerechtigkeit und Armut der Erleuchtung, der Ruhe, dem Wohlstand,
der Gesundheit und dem Glückseligkeit weichen.
In der heutigen Umgebung von Sorge und Not müssen aufrichtige
Juden, Christen und Muslime noch toleranter, versöhnlicher
und respektvoller miteinander umgehen. Sie sollten nicht vergessen,
dass Einheit und Kooperation den Erfolg bringen und dass Streit
und Konflikte nur Schwäche verursachen. Die augenblickliche
Situation verlangt die sofortige Formation einer solchen Allianz.
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